Neujahrsanlass CVP Eschenbach: CVP 2025 – wohin geht die Reise?

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Am Samstag, den 7. Januar lud die CVP Eschenbach zu ihrem traditionellen Neujahrsanlass ein. Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, Claude Longchamps, schweizweit bekannter Politologe und Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung waren als Gäste geladen.Die CVP und das prominente Trio lockten schliesslich 100 Personen in den Lindenfeldsaal.

Dass die Frage nach dem „wie weiter mit der CVP“ allgemein interessiert, zeigte das grosse Interesse an diesem Anlass. Bruno Suter meinte dazu wohl stellvertretend für die meisten Anwesenden: “Die Chance, Gerry Pfister persönlich zu erleben wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Der Apéro wurde zum regen Austausch von Neujahrswünschen und lockeren Gesprächen genutzt. Pirmin Jung überbrachte präsidiale Grüsse aus der kant. Parteileitung und dankte allen, die sich für die CVP engagieren. Gerhard Pfister liess sich nicht lange bitten und eröffnete seine Hauptanliegen als neuer Parteipräsident.

In den ersten gut 8 Monaten seines Wirkens steigerte er die Medienpräsenz deutlich und legte sich auch schon mal mit den politischen Gegnern an. Für die Journalisten ein „gefundenes Fressen“. Dass dabei das Verhältnis zu den Medien für Reibungen sorgte, ist weiter nicht erstaunlich. CVP-intern fand im letzten Herbst eine grosse Basisbefragung über die politischen Befindlichkeiten statt. Die Ergebnisse tragen zur Ausarbeitung einer Strategie für die künftigen Schwerpunkte der Politik bei. Dazu Pfister: „Wir müssen neue Wege finden, die alten waren zu wenig erfolgreich“.

Kooperative Kraft

Der kantonale Parteipräsident Pirmin Jung und Politologe Claude Longchamp

Die Neuausrichtung einer Partei ist eine äusserst komplexe Angelegenheit. Als Zentrumspartei deckt die CVP ein sehr breites Spektrum ab. Das macht die Sache nicht einfacher. Pfister weiss das und legt sich auch mächtig ins Zeug. Er scheut sich nicht, eine Wertediskussion und die Frage nach Alleinstellungsmerkmalen anzustossen, auch die Diskussion um das „C“ sei beendet. Es bleibt!
Dass Pfister für die Reorganisation einen Zeithorizont bis 2025 festsetzt, fand Claude Longchamp problematisch. Er meinte: „Schon 2019 sollte die Partei für die Herausforderungen der Wahlen neu gerüstet sein“. Es war nicht der einzige Punkt, den Longchamp kritisch unter die Lupe nahm. Mit gut fundierten Analysen hielt er Pfister den Spiegel vor.

Ein hochkarätiges Trio in der Diskussion

Ein hochkarätiges Trio in der Diskussion

Dabei attestierte er ihm u.a. eine hohe Einsatzbereitschaft. Longchamp ortete die kooperative Kraft als eine der Stärken der CVP. Gegenseitige Sticheleien vermochten die politlastigen Themen etwas aufzulockern. Jérôme Martinu verdeutlichte die Aufgaben der Presse und die enge gegenseitige Abhängigkeit im Umgang mit den politischen Parteien. Er meinte, dass es eine „neutrale“ Zeitung eigentlich nicht geben kann. Die Unabhängigkeit sei aber eine unverzichtbare Voraussetzung für gute Pressearbeit.

Zum „Kamingespräche“ nahmen die drei Gäste auf dem weissen Sofa Platz. Adrian Derungs, politischer Mitarbeiter der IHZ, entlockte den drei Schwergewichten noch einige pikante Details zu ihren Auffassungen und politischen Statements. Politisch brisant, ein bestens gelungener Abend. Kantonsrat und Parteipräsident Josef Wyss meinte zum Schluss des Abends:“ Mir gefällt es, dass Gerry Pfister der Partei wieder ein schärferes Profil verpasst. Die CVP kehrt auf die Erfolgsstrasse zurück“.

Text Josef Bucher / Bilder Joe Käser

Kategorie: Anlässe | Kommentar schreiben

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